Liebe Eltern ! Lesen Sie diesen Bericht bevor Sie bei einer Scheidung streiten und Ihren Kindern schon auf Erden die Hoelle bereiten.
Jana - heute 17 Jahre alt - schreibt, das man Froehlichkeit nicht mit Glueck verwechseln darf.

Hallo,
Vor 2 Jahren war ich gluecklich. Aber dann hat alles begonnen. Mir sind einige Dinge ploetzlich eigenartig vorgekommen. Es war nichts mehr so wie frueher. Meine Eltern haben kaum miteinander geredet und wenn, dann war es anders. Ich bin immer aufmerksamer geworden und hab jede Aenderung bemerkt. Einmal habe ich meine Mama darauf angesprochen, aber sie hat mir gesagt, dass ich mir das nur einbilden wuerde.
1 Jahr spaeter allerdings wurde mein Verdacht bestaetigt. Meine Eltern haben mir gesagt, dass sie sich trennen wollen. Von da an ging es abwaerts. Mein Bruder (15) und ich haben viel durchgemacht - unsere Mama hat uns verlassen!!
In der naechsten Zeit haben wir kaum gesprochen, gegessen und Spass gehabt. Ich habe viel geweint und diese Zeit nur mit der Hilfe meines besten Freundes ueberlebt. Das war aber nicht das einzige Problem. Mein Papa war sehr verletzt, weil meine Mama gegangen ist. Alex (mein Bruder) und ich durften nicht mal ueber sie reden. Dann hat er staendig seine Reden geschmissen, wie arm er nicht sei. Er wolle nicht mehr leben usw....... Tja, so hat er uns Kindern nicht geholfen.
Dann aber ist der Tiefschlag gekommen: Meine Mama hat einen neuen Lebensgefaehrten - ausgerechnet meinen Onkel, den Bruder meines Papas. Von diesem Zeitpunkt an, war alles vorbei. Staendig musste ich mir anhoeren, wie mein Papa geschimpft hat ueber die beiden (er hat es nicht vor mir oder meinem Bruder getan, aber wie gesagt, ich bin ein aufmerksamer Mensch). Dann hat er auch noch versucht die ganze Familie gegen die beiden aufzubringen (hat auch funktioniert).
Bis vor einem halben Jahr wollte ich nicht mehr leben, weil ich das alles nicht mehr ausgehalten habe, aber mittlerweile hat sich einiges geaendert.
Auch mein Papa hat eine neue Freundin, eine Frau, die ich wahnsinnig gern hab. Seit er wieder gluecklich ist, haben die Beschimpfungen aufgehoert. Mittlerweile duerfen wir auch wieder ueber meine Mama reden, nur unseren Onkel sollten wir besser nicht erwaehnen.

Mittlerweile bin ich 17. Ich bin wieder froehlicher, was man aber nicht mit GLUECKLICH verwechseln sollte, denn das bin ich sicher nicht!!
Ich moechte mit diesem Bericht gerne 2 Gruppen ansprechen:
1) Liebe Eltern: BITTE erspart euren Kindern so etwas! Sie muessen euch nicht immer sagen/zeigen, dass sie schrecklich unter diesen Dingen leiden, aber es ist so.
2) An alle Kinder/Jugendliche, die diese Erfahrungen mit mir teilen. Ich denke, dass es immer Hoffnung gibt, dass es mal wieder besser wird. Man darf nur nicht aufgeben!!!!!!
Dani
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Bericht vom: 23.09.2001 von Helma Jung
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